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ÜBER MICH

Nun, wo die Internetseite fertiggestellt ist, stellt sich mir die Frage, ob auch ich eine Beschreibung meiner Person als Teil des Photographie-Portfolios benötige, wie es allgemein gang und gäbe zu sein scheint. Was schreibt man da eigentlich rein? Wie tiefgründig soll die Beschreibung werden? Und wie beschreibe ich mich selbst überhaupt?

Vielleicht ist es einfacher, mir die Perspektive der Außenwelt zu schnappen, um einen Anfang zu finden. Viele würden mich als dickköpfig, radikal, belesen, humorvoll, grobmotorisch, perfektionistisch, wortgewandt und vulgär bezeichnen – und dieser würdevollen Attributszuweisung kann ich nur vollends zustimmen. Aber hier geht es ja nicht um die Fassade, sondern um den Blick hinter die Linse; um eine Erkundung, warum ich das mache, was ich hier auf der Seite präsentiere.

Ich hasse die Moderne wie die Pest! Ebenso die Demokratie. Beide führen den Menschen in die Mittelmäßigkeit, lassen alles Große zerfallen und zerpflügen die Wurzeln zu Staub. In einer Zeit, in der jeder angeblich alles sein kann, sind die meisten nichts. Wir haben nicht nur verlernt, wer wir sind, sondern auch wo wir sind. Das betrifft zum einen unsere Umgebung, aber zum anderen auch unsere Zeit. Im Taumel der Kurzlebigkeit unserer Zeit haben wir uns damit angefreundet, unser Dasein dem Morgen zuzuwerfen, statt dem Jetzt zu frönen. Mir gelingt es auch nur selten, mich dieser Maschinerie zu befreien. Aber hast Du Dich mal auf eine Blumenwiese am Waldrand gelegt und Deine Augen geschlossen? Dort herrscht keine Zeit; da waltet keine Kurzlebigkeit.

Wenn ich meine Kamera in der Hand halte und meine Umgebung nach Motiven durchforste, dann vergesse ich die Welt der Moderne um mich herum. Dann vergesse ich, was mich bedrückt oder was mich zu plagen versucht. Ich lebe. Uns ist entfallen, wie man wirklich lebt: ehrliche Freude über die Kleinigkeiten des Lebens, die uns ereilen und unser Bewußtsein nicht mehr verlassen; tiefgründige Romantik, ohne polierte Versuche, eine Filmszene zu reproduzieren; echte Sinne, die im Dickkicht des Waldes auf uns warten, wenn wir die süßlichen Düfte der Nadelbäume uns ergreifen lassen; reine Gefühle beim Gedanken an Erinnerungen, die uns nicht nur Momente, sondern Ewigkeiten gestiftet haben.

Meine Photographie ist der unbewußte Versuch, sich der Moderne zu entziehen und der sinnlosen Kurzlebigkeit entgegenzuwirken, indem ich die Momente einfange, die nicht der Vergänglichkeit ausgesetzt werden dürfen. Meine Photographie ist ein Versuch zu leben.

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